Was wir von Portugal lernen können

Nach Portugal zog es unsere Kollegin Sonja Fussi, Klassenvorständin der 4a, vom 13. bis 17. April 2026 im Rahmen vom Erasmus+. Dabei hatte sie bei einem Job-Shadowing Gelegenheit, an der Escola Secundária Pinheiro e Rosa in Faro den Mathematikunterricht zu hospitieren und wertvolle Einblicke in das portugiesische Schulsystem zu gewinnen.

 

"Besonders auffällig war der intensive Einsatz digitaler Tools, deren zentrales Element die Plattform Milage ist", berichtet Sonja Fussi. Die Plattform, die von Studierenden für Schülerinnen und Schüler entwickelt wurde, sei themenorientiert aufgebaut (nicht lehrwerksgebunden) und biete Aufgaben in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Sie diene sowohl der Übung als auch der individuellen Förderung der Lernenden. Gleichzeitig werde sie gezielt zur Motivation eingesetzt. Fussi: "Schülerinnen und Schüler sammeln Punkte, und die besten zehn werden am Ende des Schuljahres ausgezeichnet. Bei der Leistungsbeurteilung werden sowohl formative als auch summative Methoden angewendet, um den Lernfortschritt kontinuierlich zu begleiten." Darüber hinaus werde regelmäßig mit GeoGebra gearbeitet, wodurch mathematische Inhalte anschaulich und interaktiv vermittelt werden konnten.

 

Besonders beeindruckt hat Sonja Fussi der Umgang mit Inklusion. Diese werde an der Schule aktiv gelebt und basiere auf einer engen Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams. Dieses setze sich aus Psychologinnen und Psychologen, speziell ausgebildeten Lehrkräften, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Klassenvorständen, Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern selbst zusammen. Ziel sei es, sowohl besonders begabte Schülerinnen und Schüler als auch jene mit unterschiedlichen Lernschwierigkeiten bestmöglich zu fördern.

 

Sonja Fussi durfte auch an den Vorbereitungen für das große Schulfest „Pinheiriadas“ teilnehmen. "Dabei übernehmen die Klassen kreative Aufgaben, wie beispielsweise das Entwerfen und Herstellen von Kleidung aus recycelten Materialien, die anschließend im Rahmen einer Modenschau präsentiert werden. Solche Projekte fördern nicht nur Kreativität und Teamarbeit, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl", erzählt sie.

 

Das Fazit unserer Kollegin: "Insgesamt konnte ich viele neue Erkenntnisse gewinnen. Besonders die Verbindung von digitalen Lernangeboten, individueller Förderung und einem starken Fokus auf das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler hat mich nachhaltig beeindruckt. Diese Erfahrungen haben meine Unterrichtskompetenzen erweitert und stellen eine wertvolle Bereicherung für meine pädagogische Arbeit dar."

 

Was ist Job-Shadowing?

 

Beim Job-Shadowing des Erasmus+-Programms der Europäischen Union (EU) begleiten Lehrkräfte Kolleginnen und Kollegen in einem anderen europäischen Land wie ein "Schatten" und können so deren Arbeitsalltag hautnah miterleben. Sie beobachten den Unterricht, tauschen sich über Lehrmethoden aus und sammeln neue Ideen direkt aus der Praxis. 

Das Erasmus+ Projekt Fort- und Weiterbildungskurs wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union.

Disclaimer:

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Erasmus+ Programms gefördert. Die Inhalte dieser Webseite reflektieren nur die Sichtweise des Autors und der Europäischen Kommission gegenüber. Die Kommission haftet nicht für die Verwendung der darin enthaltenen Informationen.